Vor Januar 2021 war SAP BTP (SAP Business Technology Platform) unter dem Namen SAP Cloud Platform bekannt. Sie deckt den Bereich Anwendungsentwicklung und -integration von SAP BTP ab, während die übrigen Dienste auf zwei Suiten verteilt sind: die SAP Integration Suite und die SAP Extension Suite. Dieser Artikel konzentriert sich auf eine dieser Funktionen – SAP Cloud Integration.
Was ist SAP Cloud Integration?
SAP Cloud Integration ist eine Platform-as-a-Service-Lösung (PaaS), die Cloud- und On-Premise-Systeme – egal ob von SAP oder anderen Anbietern – miteinander verbindet und so als zentrale Drehscheibe für die Verwaltung von Technologieintegrationen dient. Die Lösung unterstützt Echtzeit-Szenarien und bietet eine breite Palette an vorgefertigten Integrationsinhalten (Integrationspakete) sowie verschiedene Konnektivitätsoptionen.
Unternehmen nutzen sie, um Integrationslandschaften über iFlows (Integrationsflüsse) aufzubauen – eine grafische Modellierungsumgebung, in der Sie die Logik der Nachrichtenverarbeitung definieren und Sender-/Empfänger-Adapter konfigurieren können.
SAP Cloud Integration ist Teil der SAP Integration Suite, die zudem API-Management, Integration Advisory, Open Connectors und weitere Funktionen umfasst. Die Suite selbst ist Teil von SAP BTP – einer offenen, geschäftsorientierten Plattform, die darauf ausgelegt ist, Daten in Mehrwert umzuwandeln, und die Datenbankmanagement, Analytik, Anwendungsentwicklung sowie intelligente Technologien abdeckt.
SAP bietet zwei Entwicklungsumgebungen an – Neo und Cloud Foundry –, die Teams Flexibilität hinsichtlich Laufzeiten, Technologien und Services bieten.
Wie SAP Cloud Integration Systeme miteinander verbindet
SAP Cloud Integration nutzt Adapter, um externe Systeme über verschiedene Kommunikationsprotokolle miteinander zu verbinden – darunter HTTP(S), SFTP, FTPS, SMTPS und andere. Diese Protokolle bieten Möglichkeiten, Daten während der Übertragung vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Über die Sicherheit auf Transportebene hinaus kann der Inhalt von Nachrichten zudem durch digitale Verschlüsselung und Signaturen geschützt werden.
Wie SYBIT SAP Cloud Integration nutzt
Projekte effizienter gestalten
Die vorgefertigten Inhalte von SAP Cloud Integration reduzieren Entwicklungszeit und -kosten erheblich. Die Lösung ist skalierbar, einfach zu implementieren und erfordert nach der Inbetriebnahme nur minimalen Wartungsaufwand – damit ist sie eine sinnvolle Wahl für Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur in die Cloud verlagern.
Um das Testen weiter zu verbessern, hat SYBIT ein auf Groovy und XSLT basierendes Testautomatisierungstool entwickelt. Dies beschleunigt die Testzyklen und erhöht die Zuverlässigkeit. Der Ansatz stimmt die Testautomatisierung auf die Bereitstellung vollständig getesteter Integrationsabläufe ab, wobei sowohl Unit- als auch Integrationstests innerhalb von iFlow zum Einsatz kommen. Zur Verwaltung der Verarbeitung von Integrationsabläufen werden zudem APIs aus dem SAP Business Accelerator Hub genutzt.
Unser Arbeitsablauf
SYBIT folgt bei jedem SAP-Cloud-Integration-Projekt einem strukturierten Prozess:
- Paket ermitteln – Überprüfung von SAP Cloud Integration zur Ermittlung des für das Projekt relevanten Pakets.
- Adaptervalidierung – Überprüfung der Eingangs- und Ausgangsadapter zur Bestätigung und Implementierung von Verbindungen mit externen Systemen.
- iFlow konfigurieren – Einrichtung der iFlow-Konfiguration unter Verwendung von Post-Exit-/Pre-Exit-Prozessaufrufen für erforderliche Anpassungen.
- Testautomatisierung — Definieren Sie Anwendungsfälle und führen Sie die Testautomatisierung mithilfe von Groovy- oder XSLT-Skripten durch. Dadurch wird sichergestellt, dass der Integrationsablauf vor der Bereitstellung gründlich getestet wird.
- Bereitstellung — Speichern Sie die fertige iFlow-Version und stellen Sie sie im Produktions-Tenant bereit.
Wie wir mit den Teams unserer Kunden zusammenarbeiten
Eine klare Kommunikation ist bei Integrationsprojekten unerlässlich. SYBIT ist bestrebt, während des gesamten Prozesses mindestens ein Mitglied aus jedem relevanten Team einzubeziehen. Dies trägt dazu bei, ein gemeinsames Verständnis der Projektanforderungen zu entwickeln und potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. JIRA wird eingesetzt, um alle Beteiligten auf dem Laufenden zu halten – indem Fortschritte verfolgt, aktuelle Informationen ausgetauscht und auftretende Probleme sofort gemeldet werden.
Wie wir bei der Fehlerbehebung vorgehen
Wenn ein Problem auftritt, analysiert SYBIT dieses gründlich, bevor Maßnahmen ergriffen werden. Sobald die Ursache ermittelt wurde, wird eine Lösung entwickelt und im Test-Tenant getestet, bevor sie in der Produktion bereitgestellt wird. Falls kein Test-Tenant verfügbar ist, kann stattdessen eine Kopie des iFlow verwendet werden.
SAP Cloud Integration in der Praxis
In einem kürzlich durchgeführten Projekt unterstützte SYBIT einen Kunden dabei, das gesamte SAP-Ökosystem – einschließlich ERP, C4C, Commerce und Marketing – zu vereinen, wobei SAP Cloud Integration im Mittelpunkt stand. Dank der vorgefertigten Inhalte und der Skalierbarkeit verlief die Entwicklung schneller und reibungsloser, alle Systeme waren in Echtzeit miteinander verbunden, und die Lösung erforderte nach der Inbetriebnahme nur sehr wenig Wartungsaufwand.
Wann eine maßgeschneiderte Integration erforderlich ist
Die Standardfunktionen von SAP Cloud Integration decken nicht immer alle Anforderungen ab. Bei spezifischen oder komplexen Kundenanforderungen führt SYBIT vor Beginn der Entwicklung eine erste Analyse durch – einschließlich einer Überprüfung der SAP-Standards –, um zu ermitteln, was im Rahmen der Standardkonfiguration möglich ist und wo maßgeschneiderte Lösungen erforderlich sind.
In Fällen wie der Integration von SAP Commerce mit Azure müssen mehrere Datenentitäten von SAP Cloud Integration bereitgestellt und genutzt werden. Wenn vorgefertigte Inhalte dies nicht leisten können, wird ein maßgeschneiderter Integrationsablauf erstellt, um die genauen Anforderungen des Kunden zu erfüllen.