Der Betrieb eines Franchise-Netzwerks erfordert einen Ausgleich zwischen zentraler Steuerung und lokaler Flexibilität. Jeder Standort benötigt die richtigen Produkte zur richtigen Zeit, doch Entscheidungen zur Bestandsführung werden oft mit Systemen getroffen, die nie für die Komplexität eines Einzelhandels mit mehreren Standorten konzipiert wurden.

In vielen Franchise-Unternehmen stützt sich die Nachschubplanung nach wie vor auf eine Mischung aus manuellen Prozessen, Tabellenkalkulationen oder nicht miteinander vernetzten Tools. Einige Franchisegeber verwalten den Lagerbestand zentral, während andere die Bestellung vollständig den einzelnen Franchisenehmern überlassen. Beide Ansätze können theoretisch funktionieren, führen in der Praxis jedoch oft zu uneinheitlichen Bestellmustern, eingeschränkter Bestandsübersicht und betrieblichen Ineffizienzen.

Die Auswirkungen gehen über die Logistik hinaus. Wenn Produkte nicht verfügbar sind, fällt das den Kunden auf. Wenn Filialen zu viel Lagerbestand führen, wird Betriebskapital unnötig gebunden. Mit der Zeit können diese Ineffizienzen sowohl die Rentabilität der Franchisenehmer als auch die Gesamtstärke des Netzwerks beeinträchtigen.

 

Über die manuelle Nachschubversorgung hinaus

Technologien für die Filialnachschubversorgung helfen Franchisenetzwerken dabei, die Bestandsverwaltung an ihren Standorten neu zu überdenken. Anstatt sich auf reaktive Bestellungen oder Schätzungen zu verlassen, nutzen moderne Systeme gemeinsame Daten und automatisierte Regeln, um konsistentere Entscheidungen beim Nachschub zu unterstützen.

Für Franchisenehmer reduziert dies den Zeitaufwand für die manuelle Bestandsverwaltung. Für Franchisegeber bietet dies einen besseren Überblick über das gesamte Netzwerk und trägt dazu bei, dass die Filialen mit den richtigen Lagerbeständen arbeiten.

Zu den Vorteilen gehören in der Regel:

  • Konsistentere Bestellungen über alle Filialen hinweg
    Standardisierte Nachschubprozesse tragen dazu bei, Abweichungen zwischen den Standorten zu verringern und Bestellfehler zu minimieren.
  • Bessere Übersicht über die Lagerbestände
    Echtzeit-Einblicke in den Lagerbestand ermöglichen es sowohl Franchisegebern als auch Franchisenehmern, schneller auf Veränderungen der Nachfrage zu reagieren.
  • Verbesserte Produktverfügbarkeit
    Wenn der Nachschub effektiver verwaltet wird, ist es weitaus unwahrscheinlicher, dass Kunden leere Regale vorfinden.

Ein gutes Beispiel hierfür ist Franprix, ein großes Einzelhandels-Franchise-Netzwerk mit Hunderten von Filialen. Durch die Einführung einer einheitlichen Nachschubplattform konnte das Unternehmen die Bestellung automatisieren und die Bestandsgenauigkeit an allen Standorten verbessern. Diese Umstellung trug zur Rationalisierung der Abläufe bei und reduzierte gleichzeitig den manuellen Aufwand, der zuvor für die Bestandsverwaltung erforderlich war.

 

Worauf Sie bei einer Nachschublösung achten sollten

Die Wahl der richtigen Plattform ist ein wichtiger Schritt, insbesondere für Franchisenetzwerke, in denen die Anforderungen der Filialen variieren können.

Die effektivsten Lösungen bieten in der Regel:

  • Eine leistungsstarke Automatisierung des Nachschubs, um manuelle Bestellungen zu reduzieren
  • Flexibilität zur Unterstützung unterschiedlicher Filialformate und betrieblicher Anforderungen
  • Integrationsmöglichkeiten mit bestehenden E-Commerce-, ERP- und Bestandsverwaltungssystemen

So hat beispielsweise das Getränkevertriebsnetzwerk C10 eine maßgeschneiderte B2B-Plattform aufgegeben und ein SaaS-basiertes Nachschubsystem eingeführt. Diese Umstellung vereinfachte den täglichen Betrieb und erleichterte die Skalierung der Plattform im Zuge des weiteren Wachstums des Netzwerks.

Für die Franchisenehmer reduzierte diese Umstellung zudem die Komplexität der Bestandsverwaltung, sodass sie sich stärker auf die Führung ihrer Geschäfte konzentrieren konnten.

 

Für eine reibungslose Einführung sorgen

Die Einführung von Nachschubtechnologie in einem Franchisenetzwerk erfordert mehr als nur die Einführung einer neuen Plattform. Der Erfolg hängt in der Regel davon ab, wie gut der Übergang gesteuert wird.

Viele Unternehmen setzen auf eine schrittweise Einführung, bei der zunächst eine kleine Gruppe von Filialen das System nutzt, bevor es auf das gesamte Netzwerk ausgeweitet wird. Dieser Ansatz bietet die Möglichkeit, Prozesse zu optimieren, Feedback zu sammeln und sicherzustellen, dass sich die Franchisenehmer mit den neuen Tools wohlfühlen.

Auch Schulungen und Kommunikation spielen eine wichtige Rolle. Wenn die Franchisepartner verstehen, wie das System ihre täglichen Abläufe vereinfacht, verläuft die Einführung wesentlich reibungsloser.

 

Nachschub als strategische Kompetenz

Für Franchisenetzwerke ist ein effektiver Nachschub nicht mehr nur eine operative Überlegung. Er entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsvorteil.

Wenn der Warenfluss zwischen den Standorten reibungslos funktioniert, verbringen Franchisenehmer weniger Zeit mit Lagerproblemen, profitieren Kunden von einer besseren Produktverfügbarkeit und arbeitet das Netzwerk insgesamt wesentlich effizienter.

Mit der richtigen Technologie und Umsetzungsstrategie kann sich der Nachschub von einer ständigen operativen Herausforderung zu einer Kompetenz wandeln, die das Wachstum aktiv unterstützt. Franchise Umsatz durch Nachbestückung.

Alexander Tröger

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Alexander Tröger, Business Development